Kaltehardt wie es singt und lacht
„Hey, das geht ab, wir haben die Meisterschaft!" Lautstark intonierten die frisch gebackenen Aufsteiger noch auf dem Spielfeld den Siegersong, der auch die Aufstiegsshirts zierte, bevor sie sich von den rund 50 mitgereisten Fans in Form von einer Laola und einer Humba gebührend feiern ließen. Trainer Thomas Holz, der in seinem ersten Jahr in Kaltehardt den größtmöglichen Erfolg erzielte, konnte den Triumph kaum in Worte fassen: „Das war eine große Leistung der Mannschaft."

Außer Rand und Band: Nach einem harten Stück Arbeit in Herbede fiel die Anspannung ab bei den Spielern des TuS Kaltehardt. Nach PSV Bochum und Amacspor hatte auch der dritte Bochumer A-Ligist den Sprung in die Bezirksliga geschafft.
Der 2:1-Sieg bei der Reserve des SV Herbede war allerdings lange Zeit in Gefahr. Kaltehardt begann nervös und ließ sich von den Gastgebern unter Druck setzen. Folgerichtig fiel nach zehn Minuten das 1:0 für Herbede. Nach einem Eckball konnte Christopher Gajewski unbedrängt einköpfen. Der Gegentreffer diente als Weckruf für die Blau-Weißen, die fortan die Initiative ergriffen und bereits fünf Minuten später durch Denis Kovalik zum Ausgleich kamen. Die Gäste waren nun endgültig im Spiel und bestimmten die Partie. Nach einer knappen halben Stunde tankte sich Philipp Strauß auf der rechten Seite durch und wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Michael Kirb-schus zum 2:1-Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang hatte Kaltehardt zahlreiche Gelegenheiten, die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen, doch Denis Kovalik (58.) Tobias Wilde (59./83.) und Lars Franz (68./82.) vergaben beste Chancen. So mussten die Gäste bis zum Schluss zittern.
Davon wollte Trainer Thomas Holz nach dem Schlusspfiff allerdings nichts mehr wissen: „Wir haben eine grandiose Saison gespielt, der Aufstieg ist verdient." Das Saisonziel, Platz drei, wurde übertroffen, nun spielt man ab August zum ersten Mal in der Bezirksliga. Dort werden sich die Blau-Weißen allerdings umstellen und kleinere Brötchen backen müssen: Im nächsten Jahr lautet die Zielsetzung Klassenerhalt. Doch bis dahin sind es ja noch zwei Monate. Zeit genug, um den Erfolg anständig zu begießen. Die Spieler begannen damit direkt nach dem Schlusspfiff und verpassten ihrem Trainer eine standesgemäße Bierdusche.

